WOL oder Working out loud ist eine eigentlich gar nicht neue Methode und ein Mindset zum Thema Zusammenarbeit. Es geht darum, die eigene Arbeit transparent zu machen und die Erkenntnisse und Erfahrungen zu teilen. Die Grundidee ist also, Wissen nicht mehr zu sammeln, sondern zu teilen. Der Ergebnis ist, dass diejenigen, die ihr Wissen teilen, relevanter und sichtbarer werden, ihr Netzwerk vergrößern und ihr Vorgehen dazu nutzen können, ihre persönlichen Ziele zu verfolgen.

Auf den ersten Blick gab es schon immer Menschen, die intuitiv so agiert haben. Mit WOL hat sich aber ein Maßnahmenplan entwickelt, wie wir diese Art der Zusammenarbeit optimal angehen können.

Die Prinzipien von WOL

John Stepper hat die Idee von Bryce Williams aufgegriffen und 2015 in seinem gleichnamigen Buch Working Out Loud als einen Weg beschrieben, wie wir mit anderen in Beziehung treten, um ein Ziel zu erreichen, eine Fähigkeit erlernen oder uns ein neues Thema erarbeiten. Seine Methode basiert auf den 5 Prinzipien:

  • Beziehungen (Relationships)
  • Großzügigkeit (Generosity)
  • Sichtbare Arbeit (Visible Work)
  • Zielgerichtetes Verhalten (Purposeful Discovery)
  • Wachstumorientiertes Denken (Growth Mindset)

In einem 12-wöchigen Programm (WOL Circle) lernen die Teilnehmer, wie sie ihre Gewohnheiten mit Hilfe von Übungen (Circle Guides) an die Prinzipien anpassen.

WOL Community in Deutschland: WOLCoP

In Deutschland hat sich eine Plattform gebildet, die WOLCoP (Community of Practice), bestehend aus Vertretern von Audi, Daimler, BMW, Telekom, Bosch, Continental, Siemens die 2017 für ihre selbstorganisiserte übernehmensübergreifende Zusammenarbeit den HR Exellence Award erhalten hat.